Ein Kampf ums Überleben – Das Schicksal einer Seefahrerfamilie im 18. Jahrhundert

Das  Leben des Seemanns und späteren Kapitäns Paul Fercksen (1725-1801) von Hallig Oland wird nachvollzogen..Frercksen erlebt die Seefahrt (Walfang, Ostseehandel, Krankheiten, Sturmfluten) in aller Härte. Auch seine Familie auf der Hallig ist den Naturgewalten ausgeliefert und auf sich gestellt.Grundlage des authentischen Lebensberichts sind sein Tagebuch, der Stammbaum, Dokumente und Berichte. Durch die historische Recherche wird das erbarmungslose Leben einer Epoche lebendig.

Leseprobe

Das Seemannsblut floss auch in den Adern der Söhne.
Es war im November 1728 als der Vater wieder in See stechen wollte. Jan wollte auch unbedingt mitsegeln, er wäre ja schon 16 Jahre alt. Vor der Abreise hatte die Mutter noch den Vater gebeten, ja, angefleht, nicht ihren ältesten Sohn mitzunehmen.  Doch er ließ sich nicht beirren. Die Mutter hatte Vorahnungen.

Gefahr droht immer vom „Blanken Hans“, gerade diesmal. – Auf dem Weg nach Norwegen, vor der Westküste Jütlands. Sturm! Das Schiff lässt sich nicht mehr steuern, es tanzt auf den Wellen, wird zum Spielball. Der Sturm zerrt an den Segeln. Der Boden entgleitet. Die nächste Woge packt zu. Keine Rettung. Das Meer verschlingt das Schiff und die sechs Mann sterben den Seemannstod.

Die Nordsee umgibt die Insel Fanö. An der Südspitze liegt das reiche Dorf Sönderhoe

Die farbenfrohen reetgedeckten Giebelhäuser ducken sich unter dem schweren Winterhimmel. Ein dunkler Tag, Schneeregen. Das Dorf wie ausgestorben. Am Wasser sitzen tausende von Möwen, regungslos. Es rumpelt die Brandung. Weiße Gischt rollt aus.

Nur ein Mann läuft am Strand entlang. Er stolpert. Er blickt genauer: angespülte Leichen:

Frerck Thomsen und sein Sohn Jan. Der Mann hastet zum nächsten Haus, die Männer werden benachrichtigt, laden die Leichen auf einen Wagen. Sie werden in Sönderhoe beerdigt.

Kommentare zum Buch:

„Man spürt die Spannung….Du hast wirklich gelebte Zeitgeschichte eingefangen, bevor es in Vergessenheit geraten wäre“. (Stefanie v.L.)

„Die ganze Geschichte liest sich so spannend, dass man das Fernsehen vergessen kann!“ (Ingrid und Matthias R.)

„Es ist packend und fesselnd und sehr informativ!“ (Burga T.)

„Man lernt eine Menge über die Nordfriesische Geschichte,“ (Ulrike , alter  N.)

„Das gefahrvolle Leben auf See und auf den Halligen) ist informativ  (all die Details zu den verschiedensten Lebensberiechen) und auch rührend  (die einzelnen Biographien).

Kurzum es ist ein echtes Lesevergnügen. Dazu kommen noch die vielen, vielen Abbildungen, die die Lektüre abwechslungsreich machen. Und schließlich die tolle Umschlaggestaltung von Josephine Schütte, die beeindruckend ist.“ (Jinny M.)

„Durch die Lektüre des Buches kann man viel lernen. Egal, ob es um Schifffahrt, Walfang, Kleidung, Nahrung, Krankheit, Handel oder den banalen Alltag der Halligbewohner geht, Ihr Buch gibt auf alles eine zeitgemäße Antwort und dürfte deshalb für die unterschiedlichsten Adressatengruppen in Bibliotheken, Museen, Schulen etc. ein interessanter und bereichender Lesestoff werden,“ (Dr. Erik Chr.)